Eisenhüttendorf Mathildedal
Unternehmen Sie eine magische Reise ins südliche Salo, ins Eisenwerkdorf Mathildedal. Ob mit Zug, Bus, Fahrrad, Boot oder Auto – bald befinden Sie sich in einer anderen Welt.
Das Eisenwerk Mathildedal wurde 1852 von Viktor Zebor Bremer gegründet – einem hoffnungsvollen, energischen und unternehmerisch begabten Hüttenmeister. Trotz seines gehobenen Status war er dennoch ganz bodenständig. Er entwarf und ermöglichte den Betrieb der Eisenhütte sowie die Entwicklung des umliegenden Dorfes.
Man könnte Viktor fast als Romantiker bezeichnen. Vor 1852 hieß Mathildedal noch Hummeldal, doch als Viktor mit dem Ausbau des Eisenwerks begann, gab er dem Dorf den Namen seiner geliebten Frau Ottiliana Mathilda. Mathildedal – das „Mathildas Tal“ – gilt heute noch als eines der romantischsten Reiseziele.
Die Natur ist ein unverzichtbarer Teil der Identität Mathildedals. Sie spielte im Dorf über die gesamte Geschichte hinweg eine entscheidende Rolle. Ein Bach, der aus dem Matilda-See fließt, machte das Wachstum möglich. In den 1880er-Jahren nutzte man das Wasser der Quelle, um mit Wasserrädern Strom zu erzeugen. Noch heute kann man dem Plätschern des Bachs lauschen und das meditative Drehen eines der historischen Wasserräder beobachten. Die umliegenden Wälder lieferten einst Holzkohle für die Eisenproduktion – heute laden sie zu herrlichen Wanderungen und Mußestunden unter freiem Himmel ein.
Wenn man durch das Dorf schlendert, entdeckt man stimmungsvolle alte Gebäude, hört das Rascheln uralter Bäume, spürt die gelebte Geschichte in rauhen Holzoberflächen unter den Fingern und riecht den verlockenden Duft frisch gebackenen Brots. Man muss sich einfach in diesen Ort verlieben.
Obwohl die Geschichte allgegenwärtig ist, ist Mathildedal auch modern und lebendig. Das Dorf pulsiert vor Ortsein, Natur, Bewegung, regionalen Köstlichkeiten, Handwerkskunst und fesselnden Geschichten von Unternehmergeist und Alltag. Im Sommer verwandelt sich Mathildedal in eine Bühne unter freiem Himmel – mit Theater, Konzerten und vielen weiteren Veranstaltungen.

ERIH Mitglied
Industriekulturroute Südwestfinnland
Mathildedalin Ruukkitehtaat
Ruukinrannantie 6
25660 Mathildedal






Highlights




Geschichte
Die Lage Mathildedals am Meer, umgeben von weiten Wäldern und direkt an der historischen Königsstraße (Kuninkaantie), bot ideale Voraussetzungen für das Wachstum der Eisenindustrie im 17. Jahrhundert. Die ersten Eisenwerke wurden in den nahegelegenen Dörfern Teijo und Kirjakkala gegründet. Wenige Jahre später errichtete Freiherr Lorentz Creutz der Jüngere an einem Bach im damaligen Hummeldal Finnlands erste Stahlschmiede.
Das eigentliche Eisenwerk in Mathildedal wurde 1852 gegründet, als Viktor Zebor Bremer – Mitglied der einflussreichen Industriellenfamilie Bremer und Hüttenmeister der Teijo-Werke – am Flussufer ein Puddelwerk errichtete. Kurz darauf wurde der Ortsname von Hummeldal in Mathildedal geändert, zu Ehren von Bremers zweiter Ehefrau.
Unter Bremer erlebte das Eisenwerk seine Blütezeit. Arbeiterwohnungen und Meiler zur Holzkohlegewinnung wurden gebaut, und das Werk stellte landwirtschaftliche Geräte, Dampfmaschinen und Bootsmotoren her. Das Eisenwerk war mehr als ein Arbeitsplatz – es war eine Lebensweise. Man verließ das Dorf selten, denn die Gemeinschaft bot sowohl Arbeit als auch Unterkunft.
Im frühen 20. Jahrhundert wurde Mathildedalin Bruksverkstäder (Mathildedals Eisenwerke) Teil der Teijo Factories Ltd. und produzierte weiterhin landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. In den späten 1970er-Jahren kam die industrielle Tätigkeit zum Erliegen, und die Gebäude standen leer.
Im Jahr 2003 kauften Tuula und Harri Gustafsson das alte Industrieareal mit seinen Gebäuden. Seitdem haben sie das Gelände restauriert und die historischen Bauten für touristische und freizeitbezogene Zwecke wiederbelebt. Ihr Ziel war es, die historische Kulturlandschaft zu bewahren und das einzigartige Eisenwerksmilieu für kommende Generationen lebendig zu halten. Dank ihres Engagements hat sich Mathildedal heute als Zentrum für Handwerk, Kulinarik und Erlebnistourismus neu erfunden – in Einklang mit der beeindruckenden Natur und dem nahegelegenen Nationalpark.
Heute ist dieses vom Finnischen Denkmalschutzamt geschützte Areal das Herz und die Seele des Dorfes Mathildedal.
Links
Lernen Sie die Site besser kennen und erkunden Sie sie weiter!
https://www.mathildedal.fi/en
https://visitmathildedal.fi/en/
https://visitsalo.fi/en/
Erkunden Sie die Gegend mit dem Küstenfahrradweg: https://www.bikeland.fi/en/rannikkoreitti
Lernen Sie die Regionalroute kennen:
Schauen Sie sich die South West Finland Regional Route: https://teollisuusperintoreitti.fi/de/lounaissuomi-de/
Auch auf der ERIH-Seite: http://www.erih.de/da-will-ich-hin/regionalroute/sued-west/
Eisenhüttendorf Mathildedal auf der Europäischen Route des Industrieerbes – Seite:
https://www.erih.de/da-will-ich-hin/site/eisenhuettendorf-mathildedal













