Varkaus Museum Centre Konsti

Das brandneue Museumszentrum Konsti vereint das Geschichtsmuseum Varkaus, das Kunstmuseum Varkaus und als neue Ergänzung die Kinderfabrik, in der Kinder die Industrie spielerisch entdecken können. In Konsti erfährt man die Geschichte der 200-jährigen Industrie Varkaus – von den Anfängen bis in die Zukunft. Die industrielle Entwicklung in Varkaus begann 1815 mit einer kleinen Eisenhütte. Sie wuchs zu einem vielseitigen Industriezentrum heran, das heute für sein technologisches Know-how in der Energie- und Verfahrenstechnik bekannt ist.

Die eindrucksvollen Räumlichkeiten des Museumszentrums Konsti befinden sich im ehemaligen Fabrikschulgebäude, das 1924 fertiggestellt wurde. Das Gebäude liegt im idyllischen Alt-Varkaus, in unmittelbarer Nähe zum noch in Betrieb befindlichen Containerboard-Werk von Varkaus. Das malerische Werkswohngebiet rund um Konsti wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von der Firma Ahlström errichtet. In Alt-Varkaus finden Reisende zahlreiche Dienstleistungen – von Restaurants bis hin zu Unterkünften.

Das Museumszentrum Konsti ist außerdem ein kulturelles Mehrzweckgebäude, das die Industrie, Kultur und Kunst von Varkaus präsentiert. Konsti bietet Raum für die gesamte Gemeinschaft: Der Garten und der Spielplatz werden vom ganzen Viertel genutzt, das Veranstaltungsgelände und die Halle stehen für unterschiedlichste Events zur Verfügung.

ERIH Mitglied

Varkauden museokeskus Konsti
Satakunnankatu 1
78300 Varkaus

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Highlights

Messeerlebnis mit VR-Brille
Kinderfabrik
Das industrielle Erbe von Varkaus
Denkmalgeschütztes Holzgebäudegebiet

Geschichte

Die Ausstellung Die Macher der Industrie im Museumszentrum Konsti in Varkaus zeigt, wie sich eine kleine metallverarbeitende Siedlung, umgeben von Stromschnellen und Wäldern, zu einem einzigartigen Zentrum der mechanischen, technologischen und forstbasierten Industrie entwickelte.

Die Lage von Varkaus an einem Wasserstraßenkreuz machte den Ort schon früh aus großer Entfernung erreichbar. Das Gebiet wurde in früher Zeit für Wildnisexpeditionen und Brandrodungsfeldbau genutzt. Seine strategische Position an Wasserwegen machte Varkaus auch militärisch bedeutend. Während der schwedischen Herrschaft wurde dort ein Marinestützpunkt namens Laivalinna errichtet. Aus dieser militärischen Präsenz entwickelte sich allmählich eine kleine Siedlung aus Soldaten, Händlern und Handwerkern. Diese militärische Phase kann heute durch eine virtuelle Präsentation erlebt werden.

Nach der militärischen Epoche erkannte die Industrie im 19. Jahrhundert das Potenzial der Wasserkraft und der umliegenden Wälder. 1815 erhielt Baron Gustav Wrede die Genehmigung des Senats, eine Eisenhütte in Varkaus zu gründen. Neben Gießerei- und Maschinenbau entwickelte sich die Stadt auch zu einem bedeutenden Standort im Schiffbau, mit zeitweise zwei Werften.

Der industrielle Aufschwung von Varkaus begann Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Fabriken von der Firma A. Ahlström übernommen wurden. Die industrielle Vielfalt wuchs vom Metallbereich hin zur Holz- und Papierproduktion. Ahlström verfolgte die Vision, eine Stadt um die Industrie herum aufzubauen. Varkaus wurde 1929 ein selbstständiger Marktflecken und erhielt 1962 das Stadtrecht. Die Industrie prägte die Entwicklung der Stadt tiefgreifend. Angesehene Architekten verschiedener Jahrzehnte, darunter Valter und Ivar Thomé, Karl Lindahl und Alvar Aalto, gestalteten eine moderne urbane Umgebung.

Im Museumszentrum Konsti erfahren Besucher auch mehr über die Entwicklung des angrenzenden Stadtteils Alt-Varkaus und das Leben der Menschen rund um die Fabrik sowie über den Alltag der Industriegesellschaft. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Industrie, Arbeiterwohnungen zu errichten, die hierarchisch rund um die Fabrik angeordnet wurden – mit der Fabrikschule, dem heutigen Konsti-Museum, als Zentrum. Die Ausstellung zeigt unter anderem eine originalgetreu eingerichtete Arbeiterwohnung aus den 1920er Jahren.

Noch heute ist Varkaus Standort international tätiger Industrieunternehmen. Die heutige Produktion und zukünftige Innovationen der ortsansässigen Firmen werden neben der 200-jährigen Industriegeschichte der Region präsentiert.

Konstis Kunstausstellungen umfassen wechselnde Ausstellungen sowie Werke aus der Sammlung der Kunstmäzenin Rakel Kansanen, präsentiert in einem vom 20. Jahrhundert inspirierten Interieur. Rakel Kansanen, geboren im benachbarten Leppävirta, sammelte zu Lebzeiten eine einzigartige Sammlung finnischer Kunst. Zu den Höhepunkten gehören Werke von Tyko Sallinen, Anton Lindforss, Jalmari Ruokokoski, Helene Schjerfbeck und Wäinö Aaltonen. Sie hatte ein bemerkenswertes Talent, persönliche Beziehungen zu Künstlern und Kulturschaffenden aufzubauen. 1947 vermachte sie ihre Kunstsammlung der Stadt Varkaus.

Rakel Kansanen galt als weltgewandte, mehrsprachige Frau, als künstlerische Seele und kulturelle Querdenkerin. Beruflich übersetzte sie Belletristik und war mit dem früheren Diplomaten Urho Toivola verheiratet.

Linkit

Lernen Sie die Site besser kennen und erkunden Sie sie weiter!

https://visitvarkaus.fi/en
https://visitvarkaus.fi/en/oldvarkaus
https://varkaus.fi/konsti

Varkaus Museum Centre Konsti auf der Europäischen Route des Industrieerbes – Seite:

https://www.erih.net/i-want-to-go-there/site/varkaus-museum-centre-konsti