Technikmuseum

Das Technische Museum ist das nationale Museum Finnlands, das für die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des industriellen und technologischen Kulturerbes verantwortlich ist. Es hilft den Menschen, die Welt besser zu verstehen, indem es sich auf gesellschaftlich bedeutende Entwicklungen konzentriert – insbesondere in Bereichen wie Wohlbefinden, Klimawandel, Digitalisierung, nachhaltige Entwicklung, Schlüsseltechnologien und Zukunftslösungen.

Das Museum befindet sich auf der Insel Kuninkaankartano, wo König Gustav Wasa 1550 die Stadt Helsinki gründete und seinen königlichen Gutshof errichten ließ. Dieser diente als administratives Zentrum königlicher Macht und entwickelte sich rasch zum wirtschaftlichen Mittelpunkt der Stadt.

Im Laufe der Zeit wichen die militärischen Strukturen des Königs industriellen und technologischen Entwicklungen. Von 1876 bis in die späten 1960er Jahre befand sich auf der Insel Finnlands erstes Wasserwerk, dessen Betrieb die Umgebung maßgeblich prägte. Entlang des Flusses Vantaa haben im Laufe der Geschichte verschiedene wasserbetriebene und wasserabhängige Industrien gewirkt. Noch heute zeugen architektonisch bedeutende historische Bauten von dieser Vergangenheit.

Neben der Industriegeschichte bietet das Gebiet auch eine besondere Naturerfahrung. Die Bohlenwege und der Vogelbeobachtungsturm auf Lammassaari laden zu Entdeckungen ein. In der Altstadt von Helsinki verschmelzen Natur und industriehistorische Architektur auf einzigartige Weise!

ERIH Mitglied

Tekniikan museo
Viikintie 1
00560 Helsinki

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Highlights

Historische Gebäude erzählen
das industrielle Erbe
Renovierte Wasserfilterhalle für Besucher geöffnet!
Erster in Finnland gebauter Computer, ESKO!
Spannende Artikel mit faszinierenden Geschichten!

Geschichte

Das älteste Gebäude auf dem Gelände, ursprünglich ein offenes Filterbecken, wurde 1876 fertiggestellt. Die roten Ziegelbauten der Filterhallen entstanden zwischen 1897 und 1951. Heute beherbergt die runde Filterhalle die Hauptausstellung des Technischen Museums, und mehrere weitere rote Ziegelgebäude der Insel werden ebenfalls vom Museum genutzt. Die Schnellfilterhalle von 1909 wurde in den Zustand der 1920er-Jahre zurückversetzt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zum industriellen Erbe des Gebiets zählen auch das Dampfkraftwerk, das Wasserkraftwerk und die Mühle auf der gegenüberliegenden Flussseite der Insel Kuninkaankartano sowie eine kleine Wasserentnahmestelle beim Wehr. Diese städtischen Gebäude sind von außen sichtbar, aber derzeit nicht von innen zugänglich.

In den 1860er-Jahren begannen Planungen für ein Wasserversorgungssystem in Helsinki, um eine zuverlässige Wasserquelle zu sichern und die Brandsicherheit zu verbessern. Der Senat hatte den Stadtrat wiederholt gedrängt, die Wasserversorgung zu organisieren. Der aus Norwegen stammende Ingenieur Endre Lekve entwickelte einen Plan zur Nutzung der Wasserressourcen des Flusses Vantaa. Die Stadt schloss einen Konzessionsvertrag über Bau und Betrieb des Wasserwerks mit der Berliner Firma Neptun Continental Wasserwerks AG.

Der Bau des Wassernetzes begann 1872 unter der Leitung des Ingenieurs Robert Huber. In den 1870er-Jahren wurden am Stromschnellen Vanhankaupunginkoski ein neues Steinstauwehr, eine Turbinenpumpstation am westlichen Ufer sowie ein Wasserreservoir – der Eläintarha-Wasserturm in Alppila – errichtet. Ungefiltertes Wasser wurde aus dem Vantaanjoki in Filteranlagen geleitet, das gereinigte Wasser mithilfe von Wasserturbinenpumpen, die durch die Stromschnellen angetrieben wurden, in den Wasserturm gepumpt und über ein 20 Kilometer langes Rohrnetz in die Stadt verteilt. Das Wasserwerk Vanhankaupunki wurde 1876–77 fertiggestellt und ging 1880 in den Besitz der Stadt Helsinki über.

Eine Dampfstation mit drei Flammrohrkesseln wurde 1889–1890 erbaut. Ihr 27,5 Meter hoher Schornstein steht noch heute. Eine hölzerne Fußgängerbrücke über den Fluss wurde 1889 durch eine Eisenbrücke ersetzt. 1909 wurden auf dem gegenüberliegenden Flussufer elektrisch betriebene Kreiselpumpen in einer neuen Wasseraufbereitungsanlage installiert. Die Turbinenstation wurde 1910–11 zu einem Wasserkraftwerk erweitert. In den späten 1920er-Jahren wurde sie erneut erweitert und umgebaut. Zwischen 1930–32 entstand ein neues Dampfkraftwerk mit Dampfturbine und zwei Dampfkesseln, das die alte Dampfstation ersetzte. Das Wasserkraftwerk blieb bis 1973 in Betrieb, als sein technisches Lebensende erreicht war und der Weiterbetrieb wirtschaftlich nicht mehr tragbar war.

Links

Lernen Sie die Site besser kennen und erkunden Sie sie weiter!

https://www.tekniikanmuseo.fi/en/
https://www.tekniikanmuseo.fi/en/opening-hours-and-tickets/

Technikmuseum auf der Europäischen Route des Industrieerbes – Seite:

https://www.erih.de/da-will-ich-hin/site/technikmuseum-helsinki